Berichte von ein paar Events


Zensis on Tour - Skispringen in Willingen 2004

Es war wieder soweit – Skispringen in Willingen war angesagt. Und die Zensis konnten da natürlich nicht fehlen. Allerdings war dieses Event in diesem Jahr für die Zensis mit einigen Schwierigkeiten verbunden. So reisten wir nicht, wie in den Jahren zuvor, alle 4 am Donnerstag an und am Sonntag ab, sondern fast jede Zensi für sich. Das lag daran, dass außer Tanja keine andere Zensi Freitag frei hatte. Damit die Übernachtung von Donnerstag auf Freitag aber nicht vollkommen sinnlos verschenkt wurde, fuhren kurzerhand Tanjas Eltern mit Ihr zusammen am Donnerstag schon nach Willingen.

Es war nicht leicht für Tanja, Donnerstag durch Willingen zu gehen – überall Party, und Tanja so ganz alleine ohne die anderen Zensis, stattdessen mit Ihren Eltern.
Aber man mußte halt das beste aus der Situation machen, und es hat ja vielleicht auch was für sich, wenn man sich Donnerstags noch ausruhen kann und dann das restliche Wochenende fit ist. Nächstes Jahr muß das aber wieder anders werden... Die Planungen laufen bereits auf Hochtouren!!!

 

Freitag morgen gings jedenfalls für Tanja und Ihre Eltern zur Schanze, schließlich standen Training und Qualifikation auf dem Programm. Wie schon in den letzten Jahren war es Freitag ziemlich ruhig, die Menschenmassen hielten sich in Grenzen und auch sonst war es eher „gediegen“. Man wurde noch nicht mal auf den Inhalt der Rucksäcke kontrolliert.
Mittags machte man sich dann wieder auf den Heimweg, da am Nachmittag Katrin als 2. Zensi endlich die Wahlheimat erreichen sollte. Zwar hatte man so von der Quali nix gesehen, aber man muß eben immer Abstriche machen. Und außerdem: „Wenn ich Sport sehen will, setz ich mich daheim vorn Fernseher!“

Den Nachmittag konnte sich Tanja dann mit der super-spannenden Biathlon-Man(n)schaftsstaffel vertreiben, und als die Männer dann auch noch die Goldmedaille holten, war die Freude natürlich groß.
Gegen 17 Uhr erreichte dann auch das Katrinchen unser geliebtes Willingen. Zum Auspacken war keine Zeit – schließlich sollte um 18 Uhr bereits die Eröffnungsfeier beginnen. So hieß es nur: Umziehen und ab zur Schanze.
Mit dem Pendelbus fuhren wir dann hoch und als wir an der Schanze angekommen waren, machten wir es uns wieder auf der Sitztribüne bequem, denn „es kost ja nüscht“! Außerdem macht man da ab und zu auch mal nette Bekanntschaften mit Schweizern – in diesem Jahr allerdings leider nicht. Wir lernten nur einen „Minger“ (Münchner) kennen, der ständig an uns vorbei wollte.

Die Eröffnungsfeier war nicht so der Reißer, es war alles sehr ähnlich wie im letzten Jahr.
Feuerwerk ohne Ende, dann Interviews mit den Springern aus aller Welt... Und als dann auch  noch der Strom für 10 Minuten ausfiel zogen es Katrin und Tanja doch vor, lieber schon mal ins Zelt zu gehen. Wohl auch, weil es nicht grade warm war und wir trotz Skihosen langsam anfingen zu frieren.
Im Zelt konnten wir uns dann schön aufwärmen, so sehr das wir, um uns wieder abzukühlen, dem Radlergenuß nachgingen.
Im Zelt ging einiges – Harlekin (die gleiche gute Band wie im letzten Jahr) machten Stimmung ohne Ende auf der Bühne. Alle Leute waren gut drauf und auch noch nicht soo voll, wie sie es das restliche Wochenende im Zelt zum Teil waren.
So vertrieben wir uns die Zeit, lernten wie immer ein paar Männer kennen und diesmal sogar welche, die nur halbe Männer waren. Da stellst sich doch mal wieder die Frage, warum alle geilen Männer eigentlich schwul sein müssen?! Den Eindruck, das an diesem Wochenende in Willingen ein inoffizieller Christopher-Street-Day stattfand, wurden wir übrigens das ganze Wochenende nicht mehr los. ;-)

 

Gegen 22.30 Uhr machten wir uns dann langsam auf den Heimweg, da Manda und Mine mittlerweile auch in Willingen eingetroffen waren und wir dann auch zu den anderen beiden Zensis wollten. War ja schon schlimm genug, das wir den Freitag nicht komplett zusammen verbringen konnten.

Da wir leider den letzten Pendelbus verpasst hatten, mussten wir wohl oder übel zu Fuß zurück nach Willingen. Machte aber auch nix, denn wir konnten noch unsere soziale Ader befriedigen und uns einem armen besoffenen Mann annehmen, der alle seine Freunde verloren hatte.
Er wusste auch nicht mehr, wo seine Pension ist, nur, das sie Engelhardt heißt. Sagte uns zwar nix (und das trotz unseres Willingen-Fachwissens), trotzdem hakten wir ihn rechts uns links ein (was bei seinem extrem schwankenden Laufstil auch dringend nötig war) und nahmen ihn mit nach Willingen-City.
Als wir dort angekommen waren schien Engelhardt wohl plötzlich einen Geistesblitz zu kriegen, denn er bog plötzlich in eine Straße ab. Scheinbar war ihm plötzlich doch eingefallen, wo er wohnte. Glück für uns – so mussten wir ihn nicht mehr mit zu uns nehmen. ;-)

In unserer Bude angekommen hatten Mine und Manda schon das erste Rädlerchen geleert, kein Wunder das sie nach dem stressigen Tag und der späten Anreise erst mal Alk brauchten.
Wir saßen dann noch bis in die Nacht hinein zusammen, schauten Fernsehen und unterhielten uns, denn die beiden Mädels hatten keine wirkliche Lust mehr, noch irgendwas zu machen. Irgendwie verständlich – und nächstes Jahr wird auch wieder alles anders.

 

Am nächsten Tag gabs morgens erst mal ein großzügiges Frühstück, bei dem Tanja feststellen musste, das man das essen von „Schwesternbrötchen“ doch lieber auch nur den Krankenschwestern überlassen sollte. Denn nach dem „Big Mäc“ mit Käse, Salami und Ei (alles auf einem Brötchen) ging es ihr gar nicht gut.
Dann machten wir uns langsam auf den Weg zur Schanze. Unterwegs hielten wir das erstbeste Taxi an und ließen uns hochfahren.

Dann kam das absolute Highlight des Tages: Morgens hatten wir noch schön den Inhalt für unsere Thermoskannen gekocht (Heißer Erbeerwein mit Amaretto und Rum, Heißer Apfel-Zimt-Wein und wie immer heißer Apfelsaft bzw. Zitronentee mit Amaretto), doch die Kontrollen in diesem Jahr wollten nicht nur den Inhalt des Rucksacks sehen, sondern auch den Inhalt der Thermoskannen checken. Wirklich eine Frechheit, so was haben wir ja noch nie erlebt. Und dann kam die Krönung: „Thermoskannen entweder leertrinken oder ausschütten, mit rein kriegt ihr das nicht“. Verrückt. Da lob ich mir den Osten, da wird man überhaupt nicht kontrolliert. Und in Willingen muß man das gute Zeug einfach auskippen. Nur Katrin hatte Ihre Thermoskannen voll mit reingekriegt. Leider – denn die darin enthaltenen Getränke (Apfelsaft bzw. Zitronentee mit Amaretto) brachten uns keine wirkliche Befriedigung. Naja, was solls... Wir ließen uns die Stimmung trotzdem nicht verderben, auch wenn das gute Zeug im Schnee lag. Die Katzen haben sich wohl drüber gefreut.

An der Schanze angekommen war es schon total voll, kein Wunder, mittlerweile war es ja auch schon halb 11. Wir fanden dann einen mehr oder weniger passablen Platz. Leider war es in diesem Jahr nicht möglich, unseren Schorschi (unsere Fahne für’n Schorschi Späth) aufzuhängen, da die Gitter doch ein bisschen zu hoch für die kleinen Zensis waren.
So blieb uns nur, ihn ab und an mal hochzuhalten. Dies löste allerdings bei dem Spießerpublikum um uns herum immer wieder Ärger aus. Irgendwann hielten wir es nicht mehr aus: Zuerst verließ Jasmin das Stadion in Richtung Zelt, dann Tanja, und schließlich hielten es auch Katrin und Manda nicht mehr aus. Der Weg von unserem Platz raus aus dem Stadion war dann auch noch mal krass: Die einen wollten einen überhaupt nicht durchlassen, die anderen verlangten dafür Geld oder Getränke... Wirklich erschreckend, was am Samstag für Leute an der Schanze waren. Da kann man wirklich drauf verzichten.

 

Im Zelt angekommen schworen wir uns, das wir nicht noch mal den Weg durch die Massen auf uns nehmen würden – nicht bei diesen gestörten Menschen!
Wir trafen dann sogar noch auf Einheimische: Die Breitschen waren auch da, wollten allerdings im Gegensatz zu uns dann zum Springen wieder raus.

 

Nichts desto trotz war es im Zelt dann ganz lustig, allerdings waren wir mit Abstand am nüchterndsten. Erschreckend! Aber kein Wunder, schließlich hatten wir ja die ganzen guten Getränke ausschütten müssen. Aus Frust machten wir uns dann an das Dosenradler im Zelt („Wir schenken kein Radler in Bechern aus, das ist immer so’n Gepansche...“) und an unsere Schnapsvorräte, die uns die Ordner nicht abgenommen hatten (gut versteckt ist halb gewonnen).
Im Zelt gab es ständig Schlägereien. Irgendwie waren die Männer an diesem Tag alle ziemlich aggressiv. Lag vielleicht daran, das sie von Ihren Frauen kein gescheites Valentingsgeschenk bekommen hatten oder, wie wir ja auch, niemanden haben, der Ihnen etwas zum Valentinstag schenkt.
Irgendwann war dann draußen das Springen zu Ende, und weil die Zensis ja schon gern wissen wollten, wer gewonnen hat, wurden einige Leute im Zelt danach befragt. Leider konnte uns von ca. 15 Leuten nicht einer sagen, wer gewonnen hatte. War vielleicht auch besser so, denn als Katrin schließlich von einem RTL-Mann erfahren hatte, das unser Schorschi 2. geworden war, waren wir doch etwas enttäuscht, das wir davon leider nichts mitgekriegt hatten. Aber na ja, wie war das noch gleich:  Wenn ich Sport sehen will, setz ich mich daheim vor den Fernseher.

Gegen 18 Uhr machten wir uns dann auf den Weg zum Busbahnhof, um ein Taxi nach Willingen zu ergattern. Sowas geht übrigens am besten, wenn man Manda und Jasmin dabei hat – da wird sich schon mal um ein Taxi geschlagen... ;-)
Wieder in unserer Bude angekommen mussten wir uns ganz schön beeilen. Wir hatten ja im Brauhaus Plätze zum Essen reserviert, und eigentlich sollte man um 18 Uhr da sein. Das konnten wir natürlich nicht mehr schaffen, weil wir ja so lange im Zelt geblieben waren.
Gegen 19.30 Uhr liefen wir dann aber doch noch rechtzeitig im Brauhaus ein. Und ausnahmsweise standen unsere Namen sogar mal auf der Reservierungsliste – das Brauhaus macht sich! ;-)
Schnell mußte es ans Essen gehen, denn die Brauhaus-Crew wollte schon abräumen. Machte auch nix, wir hatten soviel Hunger das wir uns gerne beeilten. Und zum Dank bekamen wir sogar ne Runde Schnaps und den Eintritt frei! Das war ja mal ein feiner Zug!
Der Abend im Brauhaus war dann nicht so der Reißer, wir waren einfach ganz schön kaputt und irgendwie war nicht viel zu holen. Der Männeralarm hielt sich in Grenzen, die einen waren schwul, die anderen schon total besoffen und die, die dann noch übrig blieben, entweder nicht sehr ansehnlich oder bereits in anderen weiblichen Händen.
Das Radler schmeckte irgendwie auch nicht mehr und von Skispringern (insbesondere von unserem Schorsch) war weit und breit auch nichts zu sehen, mal abgesehen von Jörg Ritzerfeld und Stephan Hocke, die aber nicht gerade unsere Zielgruppe sind... ;-)

So machten wir uns um 23.30 Uhr wieder auf den Heimweg – und dann wurde der Abend doch noch lustig. Auf der Straße trafen wir zuerst zwei Bazis mit krassen Jacken und dann einen Frankfurter mit einer noch krasseren Jacke. Der hatte sich nämlich an der Schanze geschlagen (bzw. ging wohl jemand auf ihn los) und ist dann in den Matsch gestürzt. So sah er auch aus – die Hose dreckig und die Jacke sah aus, als ob man sie einmal durch den Matsch gezogen hat. Zu allem übel kannte er sich in Willingen überhaupt nicht aus und hatte alle seine Kumpels verloren (kam Katrin und Tanja irgendwie noch von Freitag bekannt vor). Wir unterhielten uns dann ne ganze Zeit auf der Strasse, als noch ne Gruppe Jungens ankam. Die waren auch mal cool drauf. Der eine verpasste Riene gleich noch einen neuen Spitznamen. Sie ist jetzt in Insiderkreisen auch noch als Bine bekannt. Ein Spitzname mehr auf Mandas unendlicher Liste!!!
Irgendwann war es dann aber doch genug und wir machten uns Richtung Heimat. Eigentlich wollten wir da noch unseren 6er-Träger leer machen, aber die Jungs bei uns im Haus waren nicht sehr kooperativ („In Willingen ist es uns zu voll, wir fahren jetzt weg hier“) und bei uns ging irgendwie auch nix mehr rein. So legten sich früher oder später alle Zensis ins Bett.

 

Am nächsten Tag ging es nach dem Frühstück für Jasmin wieder Richtung Heimat, das sie nachmittags wieder nach München mußte. Katrin, Manda und Tanja gingen dann noch zur Schanze. Sonntag ließ es sich auch wesentlich besser aushalten: Die Leute waren besser, das Springen total spannend und wir hatten auch ganz gute Plätze und konnten den Schorschi immer mal wieder hochhalten, ohne gleich von hinten nen Schlag in den Nacken zu kriegen.

 

Nach dem Springen machten wir uns auf den Heimweg und kamen gegen halb 9 wieder in Ulfen an.

 

Kommentar zum Abschluß: Es war wieder eine gute Zensi-Tour, allerdings gab es auch schon bessere. Schade war es, das wir dieses Jahr so viele organisatorische Schwierigkeiten hatten und alle Zensis fast einzeln anreisen mussten. Das muß nächstes Jahr wieder besser werden!
Außerdem bleibt zu sagen, das wir noch nie so viele Frikadellen-essende Menschen gesehen haben wie in den Tagen in Willingen, so dass wir auf dem Heimweg erst mal das McDonalds ansteuern mussten („Ich brauch unbedingt ne Frikadelle!!!“).

Was sich die Zensis für die Zukunft merken müssen ist, das man sich immer mindestens zweimal im Leben sieht, das wurde uns an diesem Wochenende besonders deutlich. So viele Bekanntenschaften aus den letzten Jahren – das grenzte schon fast an ein Klassentreffen! ;-)

Die Frage, ob nicht nur Skispringen in Willingen war, sondern auch Christopher-Street-Day, wird uns wohl auch niemals jemand beantworten können. Den Eindruck konnte man jedenfalls gewinnen.

Trotz allem ist und bleibt Willingen unsere Wahlheimat und wir freuen uns schon wieder auf den Sommer, wenn es mit unseren Mum’s wieder hingeht!



Zensis on Tour - Biathlon-WM in Oberhof
Endlich war es soweit: Die Biathlon-WM in Oberhof stand mit dem Sprintwettkampf der Damen und Herren ganz oben im Terminkalender der Zensis.
Wenn auch nur 75% der Zensis an diesem Event teilnehmen konnten, verhieß es trotzdem,
ein guter Tag zu werden. Schließlich mußte keine der Zensis 'nen Fahrer machen, denn wir konnten mit Ina und Frank mitfahren - zumindest hinwärts. Heimwärts sollte uns dann die Deutsche Bahn sicher in Herleshausen anbringen - was daraus geworden ist, dazu später mehr.
Jedenfalls ging es um 7 Uhr im schönen Ulfen los. Wir mußten schließlich frühzeitig da sein, um uns noch einigermaßen repräsentative Plätze an der Strecke zu sichern.
 Für Stadionkarten hatte es leider nicht mehr gereicht, da der frühe Vogel ja bekanntlich den Wurm (bzw. die Stadionkarte) fängt.
Als wir gegen halb 9 in Oberhof angekommen waren, mußten wir enttäuscht feststellen, das von Schnee weit und breit leider nicht viel zu sehen war. Und das, obwohl wir bisher immer gedacht haben, das in Oberhof das ganze Jahr über ein guter Meter Schnee liegt... ;-)
Da kam man noch nicht wirklich in Wintersport-Stimmung.
Naja, nichts desto trotz haben wieder die Skihosen dran glauben müssen, zum einen, damit sie vor dem Skispringen in Willingen schonmal eingeweiht sind und zum anderen, weil es in Oberhof schneidend kalt war.
Aber für die Zensis natürlich kein Problem - schließlich sind wir mitlerweile, nach so vielen Skispringen- oder Biathlonevents, im Bezug auf Wintersport weltmeisterlich ausgerüstet.

Als wir am Busbahnhof ankamen, konnte man mal wieder sehen, wie sehr die langen DDR-Jahre die Menschen geprägt haben: Schlange stehen war angesagt.
Als wir dank langjähriger Erfahrung mit unserem Ex-Busfahrer Otto endlich einen Platz in einem der Pendelbusse ergattern konnten ging es eng an eng hoch zum Stadion. Dies hatte den Vorteil, das man bei den aprupten Bremsmanövern des Busfahrers nicht umfallen konnte und außerdem wußten wir jetzt endlich auch mal, wie sich Sardinen in der Dose fühlen!
Trotzdem kamen wir, dem Bustransfer sei dank, rechtzeitig am Stadion an.
So machten wir uns auf die Suche nach einem Plätzchen.
Dies sollte sich allerdings schwieriger gestalten als erwartet: Man hätte wohl schon um 7 Uhr an der Strecke sein müssen, um noch einen guten Platz in erster Reihe abzukriegen, denn alle wirklich guten Plätze waren bereits besetzt. So sind wir fast einmal die komplette Strecke abgelaufen, ehe wir uns dann in der Not für einen einigermaßen akzeptablen Platz entschieden.
Wie sich später herausstellte, sollte dies allerdings nicht so tragisch sein, denn Biathlon war für uns an diesem Tag sowieso nur "die schönste Nebensache der Welt"... ;-)
Wir begannen dann langsam aber sicher, uns mit dem Inhalt unserer Brotbüchsen und Thermoskannen zu befassen, schließlich waren wir nicht nur zum Spaß nach Oberhof gekommen!
Das Rennen war leider etwas langweilig, was wir wohl vor allem deshalb so empfanden, weil wir nicht besonders viel davon mitbekamen (was wohl an unserem bescheidenen Platz lag). So entschieden wir uns kurz vor Ende des Rennens der Damen, doch lieber das Festzelt aufzusuchen. Außerdem gingen wir davon aus, das im Zelt eine Leinwand stehen würde, und wir da ja den Ausgang des Rennens weiterverfolgen können. Dies stellte sich allerdings leider als Irrtum heraus.. Denn als wir beim Zelt ankamen und trotz der Massen vorm Zelteingang  endlich "drin" waren, war weit und breit keine Leinwand zu entdecken. Es gab nur einen großen VIP-Bereich für die Sparkassenversicherung... Leider hatten Katrin und Tanja Ihre Versicherten-Ausweise nicht dabei, so wurde uns der Zugang zu diesem Bereich leider verwehrt. Naja, was solls...
Wer aber in diesem Bereich saß war, zu unser aller Überraschung, unser Bügermeister Jürgen Zick. Gut das er nicht hörte wie wir nach Ihm riefen, als er an uns vorbeiging... wer weiß, was wir dem alles erzählt hätten. ;-)
Wer uns aber nicht so glimpflich davonkommen ließ war ein lästiger Ossi, der wirklich aus dem tiefsten DDR-Land kam und einen ganz furchtbaren Dialekt sprach. Tja, wie sich später herausstellte kann eben nicht jeder von sich sagen, das er eine tolle Mama hat, die aufpasst, das Ihr Sohn zumindest annähernd Hochdeutsch spricht und außerdem mit ordentlichen Klamotten aus dem Haus geht.
Als wir den nervigen Ossi endlich losgeworden waren (dies sollte allerdings nicht für den ganzen Tag so sein) machten wir uns erstmal daran, das Bier im Zelt zu testen.
Und so mußten wir feststellen, das es in Oberhof kein Radler gab, sondern nur Bier*.
So kauften wir 3 Bier und eine Flasche (!!!) Zitronensprudel - wirklich krasse Verhältnisse.
(*Wie sich später herausstellte gab es doch Radler, aber nur an einer der vielen Theken... Sowas muß man ja erstmal wissen!!!)

Naja, da wir ja nicht so besonders anspruchsvoll sind, machten wir natürlich trotzdem das beste aus der Situation. Und nach ein paar Rädlerchen nahmen wir uns dann auch unseren Kirsch-Schnaps-Vorräten an. Und wie es bei den Zensis immer so ist, blieben wir natürlich auch nicht lange allein.

Nachdem wir zuerst einmal bei unseren "Nachbarn" die genauen Familienverhältnisse geklärt hatten (wer ist bei Euch eigentlich mit wem verheiratet und zu wem gehört das Kind und warum heiratet Ihr nicht....??? Fragen über Fragen galt es zu beantworten), tranken wir dann unser nächstes Schnäpschen schon nicht mehr alleine.

Das Zelt wurde langsam leerer, wir hingegen immer voller. Ersteres lag wohl hauptsächlich daran, das der Wettkampf der Männer langsam begann. Zweiteres wohl an den Massen von Radler und Kirsch-Schnaps, die wir mal wieder in uns hineinschütteten.
Jedenfalls gingen wir nicht mehr zum Wettkampf, sondern blieben lieber im Zelt, da es uns dort gerade so gut gefiel.
So nahm der Nachmittag seinen Lauf... in männlicher Gesellschaft ließ es sich im Zelt sehr gut aushalten, und nach nicht all zu langer Zeit hatte dann auch die eine oder andere Zensi nette männliche Begleitung zum tanzen, feiern oder was auch immer gefunden... ;-)

Gegen 18 Uhr mußten wir uns dann langsam auf den Weg zum "Almabtrieb" machen, schließlich stand ja um 19 Uhr die Siegerehrung auf dem Programm. So ging es wieder mit dem Bus runter. Es war noch nie so leicht gewesen, einen Sitzplatz im Bus zu kriegen, was wohl hauütsächlich an der fortgeschrittenen Uhrzeit lag.
Unterwegs freundeten wir uns noch mit einem netten Norweger an, weil der so ganz alleine neben uns im Bus saß und tauschten ein paar Nettigkeiten, wohlgemerkt auf Englisch, aus. Immer wieder beeindruckend, wie gut man Englisch spricht, wenn man ein paar Tröpfchen Alkohol im Blut hat... ;-)

In "Oberhof-Stadt" wieder angekommen, machten wir uns dann auf den Weg zur Siegerehrung. Unterwegs fragten wir erstmal ein paar Passanten, ob sie wissen, ob der alte Holzmichel noch lebt. Leider wußten die meisten nicht mal, wer der alte Holzmichel überhaupt ist. Tja, man sollte halt manchmal auch mal ins Festzelt gehen...
Bei der Siegerehrung gab es noch eine tolle Überraschung:
YVONNE CATTERFELD stand direkt neben uns in der Menge. Sie war nämlich mit Ihrem Freund und Ihrem Vater nach Oberhof gereist. Und wir konnten feststellen, das sie trotz Ihres großen Erfolgs noch total nett und lustig drauf war. ;-)
So haben wir mit Ihr und Ihrem Freund weitergefeiert und des öfteren versucht, eine der wichtigsten Fragen des Tages zu klären:
LEBT DENN DER ALTE HOLZMICHEL NOCH???
Und stets kam die einstimmige Antwort: Ja, er lebt noch!

Außerdem versprach uns Sebastian (Yvonne's Freund) noch, das er in Hamburg (wo er wohnt) noch ein paar nicht minder attraktive Kumpels für uns parat hat! Also, Zensis, demnächst gehts auf nach Hamburg... ;-)

Nach der Siegerehrung machten wir uns dann mit dem Taxi auf den Weg zum Bahnhof, schließlich sollte ja um 21.06 Uhr unser Zug fahren.
Am Bahnhof angekommen mußten wir aber leider feststellen, das überhaupt kein Zug Richtung Heimat fuhr. Außerdem war leider auch kein Bahnangestellter anwesend, den man nach einer Möglichkeit, nach Hause zu kommen, hätte fragen können. So blieb uns nichts anderes übrig, als zu Hause anzurufen, und uns abholen zu lassen.

Danke, Deutsche Bahn.

So war dies der Negativhöhepunkt eines bis dahin absolut genialen Tages.
Es bleibt noch zu sagen, das Jasmin und Tanja leider materielle Verluste zu melden haben. So bleibt Tanja's Deutschland-Fahne verschollen und Jasmin's Skihose wurde beim Versuch, das Auto von Tanja's Bruder zu "besteigen", leider durchlöchert.
Trotzdem war es alles in allem wieder eine super-gelungene Zensis-Tour gewesen, die sich trotz aller Schwierigkeiten als absolutes Highlight herausgestellt hat!
Das macht Lust auf das Skispringen in Willingen am nächsten Wochenende.



Zensis on Tour - Oktoberfest
Die Hinfahrt nach München gestaltete sich mehr als schwierig.
Mine, die direkt von Hof nach München gefahren war, konnte wohl nicht klagen, aber die anderen Zensis hatten es nicht leicht: Sie rutschten auf der Autobahn von einem Stau in den nächsten.
Wirklich kein Vergnügen!
Es schien, als ob an diesem Donnerstag wirklich JEDER "Ab in den Süden" wollte - und die Zensis mittendrin statt nur dabei. Aber nichts desto trotz ließ man sich selbstverständlich die gute Laune nicht verderben.  Und als man gegen Mitternacht endlich in München ankam, dachte man nur noch an die vielen Maß, die man am nächsten Tag vor sich hatte! So ging Donnerstag auch nicht mehr viel...

Dafür am Freitag-Morgen umso mehr. Als wir gegen 9 Uhr (!!!) am Theresienplatz
aus der U-Bahn stiegen und den Festplatz betraten, hatten wir nur noch eines im Sinn: In welches Zelt gehen wir, wo geht am meisten, wie lang müssen wir noch auf die erste Maß warten? Unsere Fragen waren nicht so leicht zu beantworten, waren die Zelte doch zu dieser frühen Morgenstunde teilweise schon so voll, das kaum noch ein freier Tisch, auf dem kein Reserviert-Schild stand, zu kriegen war.

Im 3. Zelt (bei Hacker-Pschorr) aber waren wir endlich erfolgreich:
Ein ganzer Tisch für uns alleine – und in der näheren Umgebung auch recht vielversprechende Männer... ;-)
Wir hatten das erste Maß noch keine 10 Minuten vor uns stehen, als wir schon Gesellschaft bekamen: Leider zu unserem „Entsetzen“ nicht von netten Männern, sondern von 4 Mädels.  Es stellte sich aber schnell heraus, das die Mädels eigentlich total nett waren und so saßen wir den Rest des Tages zusammen am Tisch!
Was soll man sonst noch zum Freitag sagen? Tja, wir blieben natürlich nicht den ganzen Freitag ohne männliche Begleitung, dies soll aber hier selbstverständlich nicht näher ausgeführt werden. Jedenfalls haben wir 4 Maß geschafft, gefeiert wie lange nicht mehr und gegen 19 Uhr sind wir dann ziemlich geschafft nach Hause gefahren.
In Mine’s Wohnung gabs dann erst mal ne Raubtierfütterung – schließlich hatten wir seit dem Frühstück nix mehr gegessen (oder sind 4 Maß auch ein Schnitzel???).
Anschließend ließen wir den Abend ausklingen, die einen früher, die anderen später... ;-)

Samstag ließen wir dann alles etwas ruhiger angehen.
Nach einem ausführlichen Frühstück (Grundlage schaffen!!!) machten wir uns gegen Mittag langsam auf den Weg zur Wies’n, in der Hoffnung das nun alle Fußballfans langsam die Zelte verlassen würden, um ins Stadion zu fahren, und um Platz für die Zensis zu machen. Leider war dies eine komplette Fehleinschätzung.

Vor jedem Zelt stand ein Schild mit der Aufschrift:
Wegen Überfüllung vorübergehend geschlossen.

Nachdem wir etwa 1,5 Stunden vergeblich vor’m Paulaner-Zelt gewartet hatten und keinerlei Einlassmöglichkeit bestand, dispunierten wir kurzerhand um (es blieb uns ja auch nix anderes übrig):
So fuhren wir ins Hofbräuhaus, um wenigstens ein bisschen Sight-Seeing zu absolvieren.
Und auch hier ließ es sich dann nach anfänglichen Schwierigkeiten ziemlich gut feiern.
Zwar ging sowohl Männer- als auch Feiertechnisch nicht so viel wie im Zelt, aber man muß ja immer Abstriche machen.
5 Maß später machten wir uns dann gegen 21 Uhr auf den Heimweg, natürlich nicht,
ohne noch einen Abstecher in die gelbe Möwe zu machen!
Dann hieß es wieder „Eine U-Bahn-Fahrt ist lustig, eine U-Bahn-Fahrt ist schön...“

Zuhause angekommen schauten wir noch Fernsehen und tranken ein paar Mischungen Wodka, da wir die 5 Radler-Maß noch nicht wirklich merkten.

Sonntag ging dann nicht mehr viel, was unter anderem auch an dem super-schlechten Wetter lag. Wieder führte uns ein großzügiges Frühstück in den Tag, ehe wir packten und uns gegen Mittag auf den Heimweg machten. Wohl in weiser Voraussicht, das man für die ca. 400 KM bis München auch 8,5 Stunden brauchen kann, wenn nur genügend Stau ist...

Alles in allem wie eigentlich alle Zensi-Events wieder eine Super-Tour,
die viel zu schnell vorüber ging.
Wollen wir hoffen, das bis zum nächsten Event nicht all zu viel Zeit verstreicht!

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